Doppelruderanlage

Manöver mit einer Doppelruder Anlage

Immer mehr Charterschiffe ab 45 Fuß besitzen zwei Ruderblätter. Das Doppelruder hat Vor- und Nachteile. Das Anströmen des Ruderblattes, welches für viele Manöver wie „Drehen am Teller“ oder „Eindampfen in die Vorspring“ notwendig ist, ist bei einer Doppelruderanlage sehr gering, da das Wasser zwischen den Ruderblättern hindurchströmt.

Segeleigenschaften

Bei Booten mit breitem Heck, hat die Doppelruderanlage Vorteile an der Kreuz. Auch bei stärkerer Krängung liegt eines der Ruder gerade im Wasser (siehe Abb1 und Abb2).

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Anströmen des Ruderblattes

Bei einer Doppelruderanlage strömt das Wasser zwischen den Ruderblättern durch (Abb3). Der Effekt das Ruderblatt anzuströmen ist sehr gering.

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Der Mooring Fänger

Da die Doppelruder seitlich am Rumpf angebracht sind, fängt man sich auch viel leichter Moorings ein. Aus diesem Grund werden wir bei Moorings unser Heck von der Gefahrenstelle wegdrehen. Wo wir mit Booten mit Einzelruder locker vorbeikommen, hängen wir mit Booten mit Doppelruder bereits in der Mooring. Gerade Skipper, die ein Einzelruder gewöhnt sind, müssen sich umstellen.

           

Drehfreudigkeit

Mit einer Doppelruderanlage haben wir zwei Ruder im Wasser. Das heißt bei Rudereinschlag werden auch beide Ruder angeströmt (die Fläche ist fast doppelt so groß, wie bei einem Einzelruder). Somit ist die Drehfreudigkeit in Vorwärts- und Rückwärtsfahrt sehr gut.

Eindampfen in die Vorspring

Beim Manöver Eindampfen in die Vorspring zum Ablegen, müssen einige Dinge beachtet werden. in Abb7 wird gezeigt was passiert, wenn man das Standardmanöver anwendet. Das Boot wird immer von der Kaimauer wegdriften, da unserem Hebel mit der Vorspring keine Kraft entgegen wirkt. Das Anströmen des Ruderblattes entfällt und damit bekommen wir das Boot mit dem Heck nicht mehr zur Kaimauer. Auch mehr Gas bringt hier nichts, da nur der Hebel der Vorspring stärker wird. Man kann das Boot nur schwer stabilisieren.

Wenn wir in der Vorleine hängen, um z.B. zu tanken und das Boot stabilisieren wollen, dann werden wir zusätzlich eine Achterleine ausbringen. Beim Ablegen wird dann die Achterleine gelöst und das Heck dreht von der Mole weg.

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Drehen am Teller

Das beliebte Drehen am Teller  funktioniert bei einer Doppelruderanlage nicht ganz so gut, aber es funktioniert. Im Vorwärtsgang müssen wir etwas Fahrt aufnehmen, um das Boot zu drehen. Dadurch wird der Radius etwas größer. Wichtig ist, dass man auch hier einen kräftigen Schub nach vorne gibt und wartet, bis das Boot Fahrt aufnimmt und reagiert. Danach wie beim Standardmanöver in den Retourgang eindampfen und den Radeffekt nutzen.

Eindampfen in die Luvleine

Wir haben ja im Kapitel Fahrtechnik gelernt, dass wir an der Luvleine das Boot stabil halten können. Auch wenn der Wind von der Seite bläßt, ist dies möglich. Bei einer Doppelruderanlage schaut dies anders aus. in Abb9 sehen wir was passiert, wenn wir die Leeleine lösen (Hier weht ein schwacher Wind).

Wenn wir zwei Heckleinen auf Slip halten, haben wir alles unter Kontrolle. Wenn wir wollen, dass der Bug nach Steuerbord dreht, werden wir die backbordseitige Heckleine etwas lösen und schon wirkt der Hebel und der Bug dreht nach Steuerbord.

Manche werden jetzt sagen, dass ein Boot mit Doppelruderanlage immer ein Bugstrahlruder besitzt. Dies stimmt, wie ich aber schon öfters erwähnt habe, ist auf das Bugstrahlruder nicht immer Verlass. So kann man natürlich das Bugstrahlruder verwenden, um den Bug in die gewünschte Richtung zu bringen.

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